user_mobilelogo

Gruppenübergreifende pädagogische Angebote

Das Würzburger Förderprogramm dient der phonologischen Bewusstheit für jeweils künftige Schulanfänger. Jedes Jahr ab Oktober wird diese zusätzliche sprachliche Förderung im Kindergarten angeboten. Sie soll einmal pro Woche zwischen 8.00h und 8.30h stattfinden.
Petra Küspert und der Würzburger Psychologe Professor Wolfgang Schneider entwickelten zusammen mit Sprachtherapeuten Anfang der 90er Jahre dieses praxisorientiert Verfahren. Nach 7jähriger Testphase in einer groß angelegten Längsschnittstudie hielt das Würzburger Modell in vielen Kindergärten Einzug.
Den Kindern werden in Kleingruppen möglichst täglich 10 bis 15 Minuten verschiedene Spiele angeboten, in denen sie spielerisch den Umgang mit Lauschen, Reimen, Sätzen und Wörtern, Silben und einzelnen Lauten im Wort lernen.
Ziel des Sprachtrainings ist es, den Schulanfängern sozusagen einen Schlüssel zum Gelingen des Schriftspracherwerbs an die Hand zu geben bzw. möglichen Problemen beim Lesen- und Schreibenlernen in der Schule vorzubeugen. Im Zuge der Legasthenieforschung wurde herausgefunden, dass die sogenannte „phonologische Bewusstheit“ – das heißt ein bewusster Umgang mit größeren und kleinsten Einheiten (Sätze, Wörter, Silben, Laute) der gesprochenen Sprache – besonders bedeutsam für den Erfolge bei Lesen- und Schreibenlernen ist. Denn beim Lesen- und Schreibenlernen müssen die Kinder das Prinzip begreifen, dass Sprache in eine Anzahl kleinster Lauteinheiten zerlegbar ist, die wiederum durch Schriftzeichen dargestellt werden können. Ein Schulanfänger muss z. B. mit folgenden Fragen zurechtkommen: Hörst du in „OMA“ ein „O“? Wie oft musst du für das Wort „Ba-na-ne“ klatschen? Reimt sich „Laus“ auf “Maus“?

 

Es handelt sich dabei um ein Präventionsprogramm zur Vorbeugung von aggressiven und ängstlichen Verhaltensstörungen in Kindergarten und Schule, und um Förderung der emotionalen, psychischen Stabilität. Mit der Fähigkeit zur Empathie und mit der Entwicklung von selbstreflexiven Kompetenzen soll verhindert werden, dass sich Kinder weder feindselig noch ängstlich gegenüber Anderen verhalten, da sie deren Absichten, Gefühle und Intentionen besser verstehen können. Stattdessen sollen sich die Kinder in der Kindergartengruppe kooperativer, prosozialer und insgesamt kreativer und aufmerksamer verhalten, wogegen Verhaltensstörungen, wie Aggressivität, Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und oppositionelles Verhalten, in den Hintergrund treten sollen.

Die Kinder beobachten unter Anleitung der Erzieherin im Stuhlkreis wöchentlich eine Mutter im Umgang mit ihrem Säugling. In den Gesichtern von beiden „lesen“ sie deren Gefühlslagen ab. Sie
lernen ihre Beobachtungen zu beschreiben und machen sich Gedanken über unterschiedlichste Motivationen zu den Handlungen. Dann fühlen sie sich in die emotionalen Situationen ein, um letztlich Fragen beantworten zu können, wie es ihnen (den beobachtenden Kindern) wohl selbst in den unterschiedlichen Aktionen ginge. Die Beobachtung und Dokumentation zu den teilnehmenden Kindern übernimmt eine weitere Fachkraft, um Verhaltensänderungen oder Effekte festzuhalten. Je nach Möglichkeit findet Babywatching bei uns einmal pro Woche in jeder Gruppe statt.

Verkehrserziehung für die künftigen Schulanfänger findet zwischen Pfingsten und den Sommerferien im zweiwöchigen Angebot in Begleitung von Elternmitwirkung statt. Die Kinder sollen ihre Grundkenntnisse zum Verhalten im Straßenverkehr vertiefen und sich im Umgang mit dem Fahrrad üben.

Wir freuen uns auch über Unterstützung und Ausweitung unserer Vormittags- oder Nachmittagsangebote.
Vielleicht haben auch Sie noch eine Idee, sich einzubringen (z.B. beim Kochen, im Garten, beim Joggen, beim Handarbeiten, usw.).